Tanzendes Glück
Foto: Hideki Shiozawa

Tanzendes Glück

Mischa Maisky und Han-Na Chang

Laeiszhalle Hamburg, Großer Saal
So, 04.12.2022 11:00 Uhr

2. Morgen Musik

Das Morgen Musik-Abonnement Das Kombi-VH-MK-Abonnement

»Auf Flügeln des Gespräches« – Spielzeit-Essay von Alexander Meier-Dörzenbach.

Antrittskonzert der neuen Ersten Gastdirigentin Han-Na Chang!

Han-Na Chang Dirigentin

Mischa Maisky Violoncello

Rossini Ouvertüre zu der Oper Wilhelm Tell

Schostakowitsch Cellokonzert Nr. 1 Es-Dur op. 107

Beethoven Symphonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Eine erfrischende Rossini-Ouvertüre läutet das Antrittskonzert von Han-Na Chang ein! Fast jede Rossini-Ouvertüre beginnt langsam, manchmal fast schlurfend. Aber beispielsweise die Ouvertüre zu seinem »Wilhelm Tell« legt nach ein paar Minuten Einleitung derart los, dass man sich fast selbst mitbewegen möchte.

Motorik ist auch in Dmitri Schostakowitschs erstem Cellokonzert enthalten. Aber sie ist voller Bitterkeit und Sarkasmus. Das Werk begleitet Mischa Maiskys Wirken seit einigen Jahrzehnten – und doch findet er immer wieder einen neuen Zugang: zu einem nicht unzugänglichen Werk, in dem der Komponist bald die musikalischen Buchstaben seiner eigenen Initialen zitiert. Ein höchst persönliches Stück Musik – und überraschend passend zu Rossini! Denn schließlich wird Schostakowitsch einige Jahre später in seiner allerletzten Symphonie eben jenes galoppierende Hauptthema aus dem schnellen Teil von Rossinis Ouvertüre zitieren.

Ein sprunghaftes, tänzerisches Motiv, wie es zu Beethovens überragend mitreißender siebter Symphonie nicht besser passen könnte! Ein paar Jahre nach der Entstehung schrieb ein Rezensent (nicht ahnend, dass diese heute zu unseren absoluten Favoriten gehört): »Sie besteht aus Vier Sätzen, deren jeder beinahe 1/4 Stunde, mithin das Ganze wenigstens 3/4 Stunden dauert, und ist ein wahres Quodlibet von tragischen, komischen, ernsten und trivialen Ideen, welche ohne allen Zusammenhang vom hunderten in das tausende springen, sich zum Überdruss wiederholen, und durch den unmäßigen Lärm das Trommelfell fast sprengen.« Das gilt es zu widerlegen!

Begleitend zu diesem Konzert findet ein durch das Programm »Exzellente Orchesterlandschaft« von der BKM gefördertes Rahmenprogramm statt.

Hubertus Wald Stiftung Bundesregierung für Kultur und Medien

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